Der Mensch ist keine Sammlung einzelner Baustellen
Gesundheit beginnt für mich nicht erst dort, wo Krankheit aufhört.

Wir Menschen haben eine interessante Angewohnheit.
Wir zerlegen uns gerne in Einzelteile.
Da gibt es den Rücken.
Den Darm.
Das Herz.
Die Ernährung.
Den Schlaf.
Die Psyche.
Den Stress.
Die Bewegung.
Und wenn irgendwo etwas nicht richtig funktioniert, kümmern wir uns möglichst genau um diese eine Baustelle.
Rückenschmerzen?
Dann kümmern wir uns um den Rücken.
Verdauungsprobleme?
Dann schauen wir auf den Darm.
Schlafprobleme?
Dann muss etwas für den Schlaf her.
Das ist natürlich nicht grundsätzlich verkehrt. Wenn etwas zwickt, darf man sich durchaus anschauen, wo es zwickt.
Nur glaube ich, dass wir dabei manchmal etwas Entscheidendes vergessen:
Der Mensch ist keine Sammlung einzelner Baustellen.
Er ist ein Ganzes.
Alles schön in Schubladen
Wir lieben Schubladen.
Sie machen das Leben übersichtlich.
Ernährung kommt in die Schublade Ernährung.
Bewegung in die Schublade Bewegung.
Gedanken und Gefühle bekommen auch noch eine –
und für Stress findet sich bestimmt irgendwo eine besonders große. ;-)
Nur unser Körper hält sich leider nicht besonders zuverlässig an diese Ordnung.
Ein schlechter Schlaf kann beeinflussen, wie leistungsfähig und ausgeglichen wir am nächsten Tag sind.
Stress kann sich körperlich bemerkbar machen.
Bewegung kann nicht nur Muskeln und Kreislauf guttun, sondern auch den Kopf freimachen.
Was wir essen, liefert unserem Körper die Stoffe, mit denen er tagtäglich arbeiten muss.
Und manchmal kann ein Spaziergang in der Natur mehr verändern als nur die Zahl der Schritte auf irgendeiner Fitnessuhr.
Für mich gehören Körper, Geist und Seele zusammen.
Und vielleicht beginnt ein ganzheitlicher Blick auf uns selbst genau dort:
Nicht immer nur zu fragen,
wo etwas nicht funktioniert, sondern auch einmal zu schauen, wie es dem ganzen Menschen eigentlich geht.
Was braucht mein Körper eigentlich?
Diese Frage finde ich inzwischen viel spannender als die Frage:
Was ist gerade kaputt?
Unser Körper leistet schließlich jeden Tag Unglaubliches.
Herz, Lunge, Verdauung, Gehirn, Muskeln, Immunsystem, Hormone, Zellen – unzählige Vorgänge laufen gleichzeitig ab, ohne dass wir bewusst auch nur einen Gedanken daran verschwenden müssen.
Während Du diesen Text liest, ist Dein Körper mit unzähligen Dingen beschäftigt.
Eigentlich ziemlich praktisch.
Stell Dir vor, Du müsstest nebenbei noch daran denken, Dein Herz weiterschlagen zu lassen. ;-)
Damit all diese Vorgänge gut funktionieren können, braucht unser Körper gute Voraussetzungen.
Er braucht Bewegung.
Erholung und Schlaf.
Licht und frische Luft.
Eine möglichst hochwertige Ernährung.
Und er braucht all die Nähr- und Vitalstoffe, die notwendig sind, damit die unzähligen Vorgänge in unserem Körper überhaupt ablaufen können.
Genau dieser letzte Punkt ist für mich ein wichtiger Bestandteil von Prävention.
Ich versuche, meinen Körper über möglichst natürliche, hochwertige und abwechslungsreiche Lebensmittel gut zu versorgen. Gleichzeitig beschäftige ich mich seit vielen Jahren sehr bewusst mit Vitalstoffen und ihrer gezielten Ergänzung.
Für mich ist das kein nebensächliches Thema und schon gar kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil.
Es ist ein Baustein davon.
Denn die entscheidende Frage lautet für mich nicht nur:
Bin ich irgendwie satt?
Sondern:
Ist mein Körper wirklich mit allem versorgt, was er braucht?
Dabei verlasse ich mich nicht einfach darauf, dass automatisch alles ausreichend vorhanden sein wird, nur weil ich mich vermeintlich „gesund“ ernähre.
Lebensmittelwahl, Ernährungsweise, Lebensphase, individuelle Bedürfnisse und die tatsächliche Versorgung können sehr unterschiedlich sein.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, sich mit der eigenen Nährstoffversorgung bewusst auseinanderzusetzen und dort, wo es angebracht ist, hochwertige Vitalstoffe gezielt zu ergänzen.
Nicht nach dem Motto:
Eine Handvoll Kapseln hinein und damit ist Gesundheit erledigt.
So funktioniert es natürlich nicht.
Ich kann die besten Vitalstoffe einnehmen und gleichzeitig zu wenig schlafen, mich kaum bewegen, mich schlecht ernähren und permanent unter Stress stehen.
Das eine gleicht das andere nicht einfach aus.
Aber genauso wenig möchte ich für mich eine gute Versorgung mit allen notwendigen Bausteinen aus dem Gesamtbild herausnehmen.
Ernährung, Vitalstoffversorgung, Bewegung, Schlaf, Regeneration, unsere Gedanken und unser Lebensstil gehören für mich zusammen.
Genau deshalb spreche ich von einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen.
Und auch über Vitalstoffe, meine Erfahrungen damit und darüber, warum sie für mich persönlich einen festen Platz in meinem Leben haben, werde ich hier künftig noch ausführlicher sprechen.
Denn am Ende interessiert mich immer wieder dieselbe Frage:
Was braucht mein Körper, damit er möglichst gute Voraussetzungen hat, seine erstaunliche Arbeit zu tun?
Vielleicht sollten wir früher zuhören
Oft beschäftigen wir uns intensiv mit unserem Körper, wenn er irgendwann nicht mehr so funktioniert, wie wir es gewohnt sind.
Dabei redet er vorher schon ziemlich viel mit uns.
Nicht mit Worten.
Sondern durch das, was wir wahrnehmen können.
Wie fühle ich mich nach einem bestimmten Essen?
Wie schlafe ich?
Wie fühlt sich mein Körper an, wenn ich mich einige Tage kaum bewegt habe?
Wie geht es mir nach einem Spaziergang?
Wann bin ich voller Energie?
Wann fühle ich mich schlapp?
Wie verändert sich mein Wohlbefinden in Zeiten, in denen ich ständig unter Druck stehe?
Und was tut mir ganz offensichtlich gut?
Ich finde, wir dürfen wieder neugieriger auf unseren eigenen Körper werden.
Nicht ängstlicher.
Neugieriger.
Denn niemand verbringt so viel Zeit mit Deinem Körper wie Du selbst.
Vielleicht dürfen wir deshalb auch wieder lernen, ihn etwas besser kennenzulernen.
Für mich ist das ein wichtiger Teil von Prävention:
nicht erst hinzuschauen, wenn der Körper laut werden muss.
Das bedeutet nicht, dass wir jedes Zwicken analysieren und ständig sorgenvoll in uns hineinhorchen sollen.
Ganz im Gegenteil.
Ich möchte mich nicht ständig mit der Frage beschäftigen, welche Krankheit ich vielleicht irgendwann bekommen könnte.
Ich möchte mich lieber damit beschäftigen,
was Gesundheit und Vitalität heute unterstützen kann.
Prävention aus Freude am Leben
Je länger ich über diesen Gedanken nachdenke, desto besser gefällt er mir:
Prävention aus Freude am Leben.
Denn beim Wort Prävention schwingt schnell etwas Unangenehmes mit.
Vorsorge.
Risiko.
Krankheit verhindern.
Bloß aufpassen, dass später nichts passiert.
Ich möchte den Gedanken gerne einmal umdrehen.
Was wäre, wenn wir uns nicht hauptsächlich aus Angst vor Krankheit um uns kümmern – sondern weil wir
gerne leben?
Ich bewege mich nicht nur, weil ich Angst davor habe, irgendwann unbeweglich zu werden.
Ich bewege mich, weil es sich gut anfühlt, meinen Körper benutzen zu können.
Ich beschäftige mich nicht mit Ernährung, weil ich jedes Lebensmittel ängstlich in „gut“ und „böse“ einteilen möchte.
Sondern weil mich interessiert, womit ich diesen Körper eigentlich jeden Tag versorge.
Ich gönne mir Erholung nicht erst, wenn gar nichts mehr geht.
Ich gehe in die Natur, weil sie mir guttut.
Und ich möchte auch nicht erst ein bestimmtes Alter erreichen, bevor ich darüber nachdenke, wie ich möglichst lange vital und selbstbestimmt leben kann.
Denn Gesundheit bedeutet für mich auch Freiheit.
Die Freiheit, morgens aufzustehen und meinen Tag gestalten zu können.
Mich bewegen zu können.
Unterwegs sein zu können.
Etwas Neues anzufangen.
Für andere da sein zu können.
Pläne zu machen.
Das Leben nicht nur irgendwie zu bewältigen, sondern daran teilzunehmen.
Vielleicht sogar manchmal ein bisschen übermütig zu sein. ;-)
Genau deshalb gehört Prävention für mich nicht ans Ende des Lebens.
Sie gehört mitten hinein.
Es geht nicht um Perfektion
Nun könnte man aus all dem natürlich gleich wieder das nächste große Optimierungsprogramm machen.
Gesund essen.
Genügend schlafen.
Jeden Tag bewegen.
Meditieren.
Vitalstoffe nehmen.
Stress vermeiden.
Positiv denken.
Am besten noch 10.000 Schritte vor dem Frühstück.
Und plötzlich ist aus Gesundheit der nächste Vollzeitjob geworden. ;-)
Das kann es für mich auch nicht sein.
Denn wenn ich vor lauter gesundem Leben das Leben selbst vergesse, ist irgendetwas schiefgelaufen.
Es geht mir nicht um Perfektion.
Es geht um Bewusstsein.
Darum, immer wieder einmal hinzuschauen:
Wo stehe ich gerade?
Was tut mir gut?
Und wo könnte ich vielleicht eine Kleinigkeit verändern?
Manchmal ist es eben nicht die große Lebensrevolution.
Vielleicht ist es ein Spaziergang mehr.
Eine Stunde früher ins Bett.
Ein Lebensmittel, das ich einmal austausche.
Eine Pause, die ich mir tatsächlich erlaube.
Oder die Entscheidung, ein Signal meines Körpers nicht zum zehnten Mal zu ignorieren.
Kleine Schritte können erstaunlich viel in Bewegung bringen.
Es gibt nicht die eine Stellschraube
Wir hätten natürlich trotzdem gerne die eine Sache.
Das eine Lebensmittel.
Den einen Vitalstoff.
Die eine Übung.
Die eine Methode.
Das eine Wundermittel, das möglichst alles in Ordnung bringt.
Wäre ja auch schön. ;-)
Nur funktioniert der Mensch meiner Erfahrung nach nicht so einfach.
Ich kann mich hervorragend ernähren und trotzdem viel zu wenig schlafen.
Ich kann hochwertige Nahrungsergänzungsmittel nehmen und mich kaum bewegen.
Ich kann regelmäßig Sport treiben und gleichzeitig permanent unter Stress stehen.
Ich kann mich mit Gesundheit beschäftigen und dabei vergessen, dass auch Lachen, Freundschaft, Natur, Berührung, Freude und Sinn zu einem guten Leben gehören.
Und ich kann auf dem Papier vieles „richtig“ machen und mich trotzdem nicht wirklich lebendig fühlen.
Deshalb interessiert mich das Zusammenspiel.
Nicht die eine perfekte Stellschraube.
Gesundheit schafft Möglichkeiten
Vielleicht ist das einer der wichtigsten Gründe, weshalb mich dieses Thema überhaupt so beschäftigt.
Ich möchte nicht gesund sein, damit ich auf irgendeiner Gesundheitsliste möglichst viele Häkchen setzen kann.
Ich möchte vital sein, weil ich leben möchte.
Weil ich neugierig bin auf das, was noch kommt.
Weil ich mich entwickeln möchte.
Weil ich möglichst lange selbst entscheiden möchte, wie ich mein Leben gestalte.
Für mich gehören deshalb Gesundheit, Freiheit und auch Fülle viel enger zusammen, als es zunächst erscheinen mag.
Und mit Fülle meine ich nicht einfach ein volles Bankkonto.
Fülle kann vieles sein.
Zeit.
Kraft.
Gesundheit.
Menschen.
Möglichkeiten.
Natur.
Erfahrungen.
Liebe.
Das Gefühl, nicht ständig nur funktionieren und Mangel verwalten zu müssen, sondern tatsächlich am eigenen Leben teilzunehmen.
Vielleicht ist Gesundheit eine der Grundlagen, die uns überhaupt erst ermöglichen, diese Fülle wahrzunehmen und zu gestalten.
Eine Garantie gibt es dafür nicht.
Wir können vieles in unserem Leben nicht kontrollieren.
Aber wir können Bedingungen schaffen.
Und wir können Verantwortung für den Teil übernehmen, den wir tatsächlich beeinflussen können.
Das ist für mich Selbstbestimmung.
Und wie ist es bei Dir?
Vielleicht hast Du selbst schon einmal erlebt, dass Du an einer scheinbar kleinen Stelle etwas verändert hast – und sich plötzlich an einer ganz anderen Stelle ebenfalls etwas bewegt hat.
Vielleicht durch mehr Bewegung.
Eine andere Ernährung.
Besseren Schlaf.
Weniger Stress.
Eine bewusstere Versorgung.
Mehr Zeit in der Natur.
Einen Menschen.
Eine Entscheidung.
Oder vielleicht hast Du irgendwann festgestellt:
Mein Körper versucht mir da schon eine ganze Weile etwas zu sagen.
Mich interessieren solche Erfahrungen wirklich.
Denn ich möchte hier nicht nur meine Gedanken in die Welt schicken.
Ich möchte auch erfahren, was
Du erlebst.
Was hat bei Dir einen Unterschied gemacht?
Was bedeutet für Dich Prävention?
Und kümmerst Du Dich um Deine Gesundheit eher dann, wenn etwas nicht mehr funktioniert – oder auch einfach deshalb,
weil Du Freude am Leben hast und möglichst viel davon erleben möchtest?
Schreib mir gerne.
Vielleicht können wir voneinander mehr lernen, als wir denken.
Denn am Ende geht es nicht um hundert einzelne Baustellen.
Es geht um den ganzen Menschen.
Um einen Menschen, der wahrnimmt.
Der lernt.
Der Verantwortung übernimmt.
Der sein Leben gestaltet.
Und der dabei hoffentlich nie vergisst, es auch zu genießen.
Alles Liebe
Bernd




